Und wieder ein Projekt - diesmal eine Idee meiner Kinder, die mir zum Geburtstag einen Gutschein bei Omniretro geschenkt haben.

Omniretro bietet Holzbausätze für Arcade-Automaten an. Ich habe also Holzteile und Dekorfolie für einen Mini-Bartop (19”) 2-Player bestellt. Naja, “Mini” ist das Ergebnis nicht, aber auf jeden Fall spart ein Bartop echt eine Menge Platz. Dekormäßig sprach mich “Back To The Future” an, wobei Omniretro auch andere schöne Vynil-Folien anbietet. Der Versand aus Spanien dauerte etwas, aber schließlich war alles da. Ich musste ja auch die anderen Teile organisieren. Der Bausatz hat 150,- € gekostet.

Als Monitor habe ich einen Dell 2007fpb verwendet, für 25€ bei Kleinanzeigen erstanden.

  • IPS-Panel
  • 1600x1200 Bildpunkte
  • 20 Zoll

Der passte da gut rein, 4:3 anstatt 16:9 finde ich auch passender.

Weitere Komponenten:

  • Mini PC Ryzen 5 5600H mit 16GB Ram und 128GB SSD - 230.- €, RAM 40€ gebraucht, SSD hatte ich noch
  • Arcade Sticks DIY Bausatz für zwei Spieler - 30 €
  • Lautsprecher und Verstärker - 30 €
  • Lüfter - 5,- €
  • USB-Ports an der Rückseite, 15 €

Alles in allem hat das Gerät knapp 500,- € gekostet. Klar kann man das auch mit einem Raspi machen, aber mit dem stärkeren PC kann man andere System darstellen und auch einige coole CRT-Screen-Effekte, die der Raspi nicht schafft.

Die Montage der Holzteile war einfach, der Monitor war allerdings nur knapp unterzubringen. Aber es passte und der macht trotz seines Alters ein sehr schönes Bild - ab 60Hz. Er akzeptiert zwar auch PAL, skaliert intern aber alles auf 60Hz hoch. Der Monitor wird im Netz für Retro gehyped, weil er auch Composite in hat, aber PAL ist nix damit. Aber für alles ab 60Hz ist er super. Zu beachten ist, dass er aufgrund der älteren Hintergrundbeleuchtung ganz gut Abwärme macht, er verbraucht 75W. Zusammen mit dem erstaunlich flotten Mini-PC entsteht dann doch ordentlich Wärme im Gehäuse. Deshalb musste ich mit dem Lochkreisbohrer Abluftöffnungen auf der Rückseite schaffen. Die habe ich mit 3D-gedruckten Ringen und Netz schön abgedeckt und gesichert. Zusätzlich kam dann noch ein 80mm-Lüfter dazu, der über einen USB-Port des Mini-PCs mit Strom versorgt wird. Alles kein Hexenwerk, aber ein Wochenende Arbeit war es schon, plus zusammenstellen der Komponenten.

Aufwändig war primär das Anbringen des Dekors und des Vinylrahmens für den Monitor - und ich musste alles noch einmal auseinanderbauen, weil ich auf dem Acrylglas vor dem Monitor von innen Streifen hatte - schlecht geputzt von mir 😂🙈

Batocera auf die Sticks zu konfigurieren war auch recht einfach. Insgesamt ein spaßiges Projekt, die VS-Battles können losgehen 😊